Kosel

Die Ortschaft Kosel mit den ehemaligen Ortsteilen Sandschenke, Neu-Kosel und Zedlig schlossen sich 1994 der Stadt Niesky an.

Sie liegt, umgeben von Wäldern und Teichen, ca. 7 km nördlich von Niesky am Rande des Biosphärenreservates "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft" und ist über die Bundesstraße 115 gut erreichbar.

Kosel hat eine lange Besiedlungsgeschichte. Eine erste nachweislich urkundliche Erwähnung in einem Stadtgerichtsbuch von Bautzen datiert aus dem Jahre 1430. Der Name Kosel hat seinen Ursprung im altslawischen "kozlu", wendisch "kozol", d.h. Bock; der wendische Name "Kózla" bedeutet also Bocksdorf.

Der Ort wird noch immer durch die Landwirtschaft geprägt. Die Flächen werden durch die  Agrargenossenschaft See bewirtschaftet, die in Kosel eine moderne Milchviehanlage betreibt.

Von den ehemaligen Rittergütern Ober- und Nieder-Kosel sind noch einige Gebäude erhalten geblieben. 13 Gewerbetreibende sind in Kosel zu finden, dabei ein kleines Einkaufszentrum, ein Fenster- und Türenbauer und eine Firma für Pflaster- und Landschaftsbau.
 
Eine Sehenswürdigkeit ist unsere Kirche. Ihr Turm ist mit Holz verkleidet und besitzt eine mit Schiefer gedeckte barocke Haube. In der Nähe der Kirche steht ein 1913 errichteter Gedenkstein, der zur Jahrhundertfeier des Sieges über Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig, errichtet wurde.

 

Weiter sind noch das im Mitteldorf befindliche "alte Spritzenhaus" (Steigerturm mit Gerätehaus, 1936) der FFw Kosel und der daneben stehende Gedenkstein mit den Namen der im 1. Weltkrieg Gefallenen zu erwähnen.

Die etwas abseits stehende ehemalige Schule (Backsteinbau, 1903 errichtet, 1937/38 erweitert) wurde mit ihrem Nebengebäude im Rahmen des Sächsischen Dorfentwicklungsprogramms zum Dorfgemeinschaftszentrum umgestaltet.

Dieses Gemeinschaftszentrum bietet dem Heimatverein Kosel e.V., dem Seniorenschutzverein Kosel e.V., der Frauensportgruppe und der FFw Kosel mit der Jugendfeuerwehr gute Bedingungen für ihre Tätigkeiten zur Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens in unserem Ortsteil. Auf dem Freigelände neben der Schule werden alljährlich das traditionelle Hexenbrennen und unser Koseler Dorf- und Heimatfest durchgeführt.

Im Schulgebäude erhielten durch Umbaumaßnahmen der Koseler Kindergarten und ein Friseursalon ihr neues Domizil.

Zu erwähnen ist noch die Heimatstube in der ehemaligen Schule, in der Gegenstände des dörflichen Lebens und Handwerks ausgestellt sind; unter anderem eine Sonnenuhr aus dem Jahre 1772 vom Rittergut Ober-Kosel.

Und es gibt bestimmt noch viel Interessantes in Kosel und Umgebung zu entdecken. Besuchen Sie uns. Kosel ist aus allen Himmelsrichtungen, auch über Radwanderwege zu erreichen.