Zinzendorfplatz

Diese ersten drei Häuser waren der Beginn für die Gestaltung des zentralen Platzes von Niesky, dem Zinzendorfplatz.
Er wurde vom Generalbaumeister der Brüdergemeine Siegmund August von Gersdorf nach dem Vorbild der Schloßanlage Pillnitz entworfen. Er setzte den Gedanken einer gleichgesinnten, christlichen Gemeinschaft gestalterisch um, indem er kein zentrales, herrschaftliches Gebäude in den Mittelpunkt stellte, sondern stattdessen einfache Barockbauten um einen zentralen, parkähnlichen Platz anordnete.
Zwei Achsen teilen den Platz in vier Teile. Die Nord-Süd-Achse bildet noch heute die Hauptverkehrsstraße. Die Ost-West-Achse verband die beiden wichtigsten Gemeinschaftsbauten der Brüdergemeine: den Betsaal und das Alte Pädagogium. In einem bundesweiten Wettbewerb 1996 wurde der Zinzendorfplatz zu einem der zehn schönsten Plätze Deutschlands gewählt. Der Preis, eine wertvolle Keramikskulptur des Künstlers Friedensreich Hundertwasser, hat seinen Ehrenplatz im Museum der Stadt gefunden.
 
Zinzendorfplatz